Sitzung 2007
Alte Tradition neu verpackt...
mit diesem Motto begannen an den letzten beiden Samstagen die Sitzungen der GroKaGe Niederbühl in der festlich geschmückten Sporthalle. Statt des Elferrats marschierten die jüngsten Mitglieder der MiniMinigarde auf die Bühne und erklärten den Elferrat für abgesetzt, da sie ja besser geeignet seien: Sie bräuchten weniger Schminke, da sie keine Falten im Gesicht, die Kosten für Kostüme seien geringer, da sie keine dicken Bäuche haben. Klaus Föry konnte dann als Sitzungspräsident doch noch die Kontrolle übernehmen und nach dem Gardetanz der MiniMinis auch gleich eine Ehrung vornehmen: Der dienstälteste Aktive zusammen mit den jüngsten auf der Bühne: Hans-Peter Kilb steht nun schon seit 50 Jahren auf der GroKaGe-Bühne, nicht zu vergessen die Arbeit, die er viele Jahre lang hinter der Bühne in der Maske machte. Das ist eine Leistung, die ihm so schnell keiner nachmacht.
Die erste Büttenrede des Abends lieferte Christian Jung als Deutschmichel, der die große Bundes- und Weltpolitik aufs Korn nahm, im Gegensatz zu Jens Seifried, der als Rathausputze Olga den neuesten Klatsch und Tratsch aus der Lokalpolitik zu berichten wusste. Zwischen diesen beiden Auftritten zeigte die Prinzengarde einen klassischen Gardetanz zu moderner Rockmusik, eine tolle Kombination, die auch beim Publikum sehr gut ankam.
Sarah Benniß zeigte als neues Funkenmariechen ihr Können, bevor der 2. Vorsitzende des Vereins, Thomas Kienzler, seine chirurgischen Fähigkeiten unter Beweis stellte: Als Schönheitschirurg operierte er auf der Bühne: „das Fett, das ich hier löse, kommt daheim in die Fritteuse!“. Wie schon im letzten Jahr begeisterten auch dieses Jahr wieder Margret Herrmann und Alexandra Kreiser als zwei Pennerinnen das Publikum mit ihren gekonnt vorgetragenen Liedern und Geschichten.
Ein Joker war die Minigarde, die in diesem Jahr ein Kartenspiel tänzerisch umsetzte, ein Tanz, der zeigte, auf welch hohem Niveau die Gardetänze in Niederbühl angesiedelt sind. In der Tradition des schwarzen Theaters zeigte die Gruppe Comet einen Vogeltanz: Saal und Bühne waren komplett abgedunkelt, die Darsteller in schwarze Kostüme gekleidet, nur die straußenähnlichen Vogelpuppen leuchteten im Dunkel.
In die Niederungen des örtlichen Rathauslebens holten dann Rolf Eisele und Michael Mattes die Zuschauer zurück in ihrem Auftritt „Matze und der Bürgermeister“. Ähnlichkeiten mit Personen des Niederbühler Dorflebens waren natürlich gewollt und nicht zufällig. Den ersten Teil beendete die Prinzengarde mit einem farbenfrohen Showtanz zu Musik aus dem Musical „Aida“.
Nach der Pause zeigten die Dorfsänger ihr bekanntes gesangliches, aber auch ihr schauspielerisches Können. Als alte Greise gingen sie auf die Bühne, die sie als durch Meerrettich-Trunk verjüngte Männer wieder verließen. Eine feste Größe im Programm und vom Publikum schon erwartet war der Auftritt von Marco Herrmann als Prolet, der dieses Jahr intime Details seines Besuchs beim Urologen ausplauderte.
Die Jugendgarde entführte die Zuschauer mit einem farbenfrohen Schlangentanz nach Indien, bevor die musikalische Reise von den Teenstars fortgesetzt wurde. Es ist schon beeindruckend, wie der Gesang und die Gestik bekannter Rock- und Popgrössen interpretiert wurde; hervorzuheben ist hier Frederik von Stuckrad in seiner Rolle als Michael Jackson.
Die Showtanztruppe der Prinzengarde ließ in ihrem 2. Showtanz die Erinnerung an Filme von Charlie Chaplin, Gene Kelly oder auch Silvester Stallone wach werden, bevor zum Schluss des Programms das Männerballett als Badenixen noch einmal die Lachmuskeln des Publikums strapazierte.
Bedanken möchte sich die GroKaGe bei allen Besuchern der Sitzungen, bei allen Freunden und Gönnern, und natürlich bei all den Aktiven und Helfern, die vor aber auch vor allem hinter der Bühne, beim Auf- und Abbau und bei der Bewirtung geholfen haben.
Eine Auswahl von Bildern der Sitzungen findet sich im Internet auf der Webseite der GroKaGe unter www.grokage-niederbuehl.de.