GroKaGe Niederbühl

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Sitzung 2006

Tanzende Diamanten

Dem Motto „Tanzende Diamanten“ hat die GroKaGe Niederbühl in diesem Jahren ihren Orden gestellt, und auf den Sitzungen an den letzten beiden Samstagen bewiesen die Garden – ganz gleich wie alt – dass diese Bezeichnung ihre Berechtigung hat. Von der Minigarde über die Funkenmariechen, die Jugendgarde und die Prinzengarde, alle zeigten ein hervorragendes tänzerisches Können.

Leider konnte der 1. Vorsitzende Dieter Scharer aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Sitzungen teilnehmen, auf diesem Weg noch einmal die herzlichsten Genesungswünsche.

Bevor jedoch die Sitzung richtig losgehen konnte, wurde sie schon unterbrochen von Florian Weiler, der sich in der Rolle des Hausmeisters über die Leute beklagte, die einmal im Jahr auf Kommando lustig sind, und ihm einen Haufen Arbeit machen.

In ihren neuen blau-weißen Kostümen marschierte die Prinzengarde zusammen mit dem Elferrat ein und zeigte nach der Begrüßung des Publikums durch Sitzungspräsident Klaus Föry ihr Können. Erwähnenswert ist hierbei auch, dass nicht nur die Kostüme neu sind, auch die für den Gardetanz gewählte Musik – rockiger und moderner – wirkte sehr erfrischend und dynamisch.

Mit der hohen Politik befasste sich Christian Jung in seiner Büttenrede als Deutschmichel, er fasste noch einmal das Geschehen um die letzte Bundestagswahl zusammen. Lisa Marie Scharer und Alena Föry wirbelten als Funkenmariechen über die Bühne, bevor Vizepräsident Thomas Kienzler als Weichei Erlebnisse aus seiner letzten Kur vortrug und dabei auch seinen Sohn Terminator, dargestellt von Timo Klopp vorstellte.

Eine Überraschung erlebten Solist Hans-Peter Kilb und das Publikum, als der Elferrat anstelle des angekündigten Meerrettichliedes das Kufstein-Lied anstimmte. Allerdings mussten die Herren nach der ersten Strophe passen, da keiner von ihnen jodeln kann, und so fand man doch zur Tradition des Meerrettichliedes zurück.

Als Putzfrauen aus dem Niederbühler Rathaus berichteten Nicole Herrmann und Jens Seifried so mancherlei Gerüchte, zum Beispiel als Antwort auf die Frage, ob der Ortsvorsteher auch Payback-Punkte sammle: „so wie der fahrt, macht der Payback in Flensburg“.

Eine Augenweide war danach die Minigarde die die Zuschauer in die Welt der Zigeuner entführte. Nicht nur der Tanz war erstklassig, auch die Kostüme und das Bühnenbild waren liebevoll gearbeitet.

Eine besondere Büttenrede trug anschließend Rolf Eisele vor: Als Dichter und Poet zeigte er die Feinheiten und Eigenheiten der deutschen Sprache auf. Mit einer exzellenten Mimik und Gestik vorgetragen, gab es in dieser Rede fast keine zwei Wörter, in denen keine doppelte Bedeutung oder hintersinnige Anmerkung versteckt war.

Zwei Pennerinnen, Margret Hermann als die Alte (Aldi) und Alexandra Kreiser als die Junge (Lidl), kommentierten in einem Gesangsauftritt die Kostenentwicklung, sei es beim Bäcker oder im Restaurant; begleitet wurden sie am Klavier von Adolf Riedel.

In die Welt der Märchen wurden die Zuschauer vor der Pause von der Prinzengarde entführt, Frau Holle, der Froschkönig, die 7 Zwerge oder der Wolf und die Geißlein, auch hier war es beeindruckend, wie Tanz mit tollen Kostümen kombiniert wurde.

Mit Thema des Fußball und der Weltmeisterschaft befassten sich die Dorfsänger, dabei ließen sie weder den Schiedsrichter-Skandal aus noch das Ausscheiden des griechischen Europameisters und glänzten mit dem Gastauftritt des amtierenden Weltmeisters – in Gestalt einer brasilianischen Sambatänzerin.

Von einem konkreten Ausflug nach Hamburg mit der Feuerwehr und einem Besuch in einer Table-Dance Bar berichtete Marco Herrmann als Prolet. Nur mit einer Stange auf der Bühne schaffte er es, das Publikum zum Toben zu bringen, durch Mimik, Sprache und die Figur die er verkörpert.

Nach Afrika wurde das Publikum dann von der Jugendgarde entführt. Wie bei den anderen Gruppen auch schon, fiel auch hier die hervorragende Arbeit an den Kostümen auf wie auch die mit viel Liebe zum Detail geschminkten Gesichter. Giraffen, Elefanten, Löwen, Zebras tummelten sich auf der Bühne.

Reinhard Fritz erläuterte warum Ortsvorsteher Kiefer und seine Mitarbeiter urlaubsreif sind, das Ganze mit in einer derart gekonnt vorgetragenen Art und Weise, dass bald jeder Satz ein Lacher war. Jeder, der schon einmal auf der Bühne stand, weiß, wie schwer es ist, zu vorgerückter Stunde die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln, für Reinhard Fritz kein Problem.

Ebenfalls die Aufmerksamkeit des Publikums fesseln konnten natürlich die Tänzerinnen der Prinzengarde in ihrem zweiten Showtanz. Rockmusik, Lederkleidung, Punkfrisuren und Netzstrümpfe ließen die Stimmung auf dem Höhepunkt. Und auch die darauf folgenden Schulmädchen wurden begeistert empfangen – handelte es sich bei diesen doch um das Männerballet, das – schon traditionell – den krönenden Abschluss der Sitzung bildet.
Mit diesem Rückblick möchte sich die GroKaGe bedanken bei all denen, die diese tollen Sitzungen ermöglicht haben, bei  den vielen Auftretenden, bei all denen, die bei der Vorbereitung geholfen haben und bei allen Freunden und Gönnern. Und ein Dankeschön natürlich auch an alle unsere Gäste und an das Publikum, ohne das diese Veranstaltungen nicht möglich wären.