Das Jahr als Gedicht
Hallo ihr liebe Leut,
wir haben hier was, was euch erfreut.
Ein Jahr Garde, seht es euch an,
was es für Simone heißen kann.
In’d Garde kam se als Betreuer.
Doch die Sach war ihr net so geheuer.
Zucht und Ordnung musste da rein,
drum trug se sich als Trainerin ein.
Die kreative Zeit begann,
deshalb fange mit jetzt mal von vorne an:
Das Training beginnt jedes Jahr im Mai,
da gibt’s erst mal än rieße G’schrei.
Die Neue müsse sich erst mal bewähre
Un d’ Simone macht ihrem Ruf alle Ehre.
Motiviert geht’s an die Sache ran,
da zeigt noch jeder was er kann.
Doch das Sommerloch naht schon bald
Und d’ Simone ahnt, dass es danach knallt!
Im September geht’s dann wieder los
Und Simon’ denkt sich „Des geht in’d Hos“
Jedes mal nach der Paus
Packt se ihre Trillerpfeif’ aus
Dann lässt se au mal än Schreier fahr’n
Und alle gucke nur noch uff de Bode vor Scham.
Wer net wirklich still isch wie ä Maus,
den schmeißt unsre Simon’ au schon mal raus!
Im November isch se dann fertig mit de’ Nerve,
da überlegt se sich alles hinzuwerfe.
Doch der harte Kern unsrer Zunft
Bringt se immer wieder zur Vernunft.
Im Dezember gibt’s dann ä Trainigswoche’end,
da hän scho so einige g’flennt!
Das Jogge mit Simone fällt einigen schwer,
denn da geht’s zu wie beim Militär!
Als Entschädigung für uns müde Flasche,
gibt’s danach Spaghetti und Maultasche.
D’ Simone zeigt sich wirklich nett
Und danach kann da Tanz au echt jeder Depp!
Jetzt beginnt die heiße Phase,
die Schneiderinne kriege langsam Blase.
Bei da Simon’ zeigt sich die Nervosität.
Da wird’s Training meistens spät.
Aber erstmal kommt die Ordensmatinee.
Die isch meistens richtig schee.
Da packt da Vorstand da Orde aus
Und darauf gibt’s dann ordentlich Applaus.
Jetzt geht’s langsam richtig rund,
da sind so einige Finger wund.
Ab jetzt heißt es auch Ski-Urlaub-Sperre,
denn es darf sich ja niemand mehr was zerre!
Der Tag aller Tage kommt knall auf Fall,
die 1. Probe in da Hall.
Für die Kostüme isch’s der erste Test,
sitzt auch wirklich alles fest?
Unsre Kabin’ sieht scho aus wie’d Sau,
darauf schreie ma mal än kräftiges Helau.
Was natürlich au net fehle darf,
sin’ Wienerle und Meerrettich mit ganz viel scharf!
Der Angstschweiß steht Simone im Gesicht,
da hilft auch ein Glas „Fonda“ nicht.
Noch 2-mal schlafen dann ist er da,
der wichtigste Tag im ganzen Jahr.
Für die 1. Sitzung im Niederbühler Saale,
werfen sich alle mächtig in Schale.
Nur eine kommt immer ohne,
und das ist unsre Simone.
In der Kabine geht es rund,
Haare gesteckt, Gesichter bunt.
Dann kommt der Spruch, den unsre Trainerin net mag:
„Simone… ich komm net in da Spagat“
Ab 18.00 Uhr füllt sich der Saal,
für manche ist das die riesen Qual.
Doch Simone wünscht und toi toit toi
Und nimmt uns damit alle Scheu.
Auf der Bühne hau’n wir auf die Pauke
Und Simone kriegt meistens Pipi in de Auge.
Da stehn wir dann in all unsrer Pracht,
und Simone denkt sich „des hab ICH vollbracht“
Dann eine Woche später,
beginnt das gleiche Prozeder.
Anzieh’n, Einmarsch, Auftritt, Applaus,
Zugabe, Ausmarsch und dann raus.
Am nächsten morgen müssen alle früh raus,
außer die Tina, die bleibt gern mal zuhaus’!
Beim Aufräumen merkt man de Promillerest,
dass war wohl gestern ein feucht-fröhliches Fest!
Das nächste Treffen ist am Schmutzig’ Donnerstag,
da kann jeder komme, der mag.
Meist verkleidet als Vampir,
sagt Simone dann „Oh Gott, ich frier“
Zum allerletzten Mal im Jahr,
versammelt sich dann die ganze Schar,
zum Schlämple bei der Simone,
mit Maske oder ohne.
Nun wisst ihr ganz genau, liebe Leut,
was d’Simone das ganze Jahr über so treibt.
Seit 15 (?) Jahren Tag ein, Tag aus,
hält sie’s mit uns Chaoten aus.
Wenn euch interessiert was sie vollbracht
Schaut was Sie aus den Sitzungen gemacht.